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Grundbildungspfade Kontext Ausbildung

Seit Antragstellung besteht ein enger Austausch im Kernnetzwerk HWK Ausbildung.  

Strukturell ist schnell deutlich geworden, dass die jungen Leute im Rahmen der dualen Ausbildung wenig Spielraum für nachholende Bildung haben. Zum Gelingen der Ausbildung ist diese aber notwendig. Ein Teil der Auszubildenden verfügt über zu wenige Grund­kompe­tenzen zum Beispiel im Textverständnis, im Umgang mit Aufgabenstellungen, in den mathematischen Grundkenntnissen. Generell zeigt sich auch, dass es den jungen Leuten schwerfällt, das eigene Lernen und/oder auch Arbeiten gut zu strukturieren und zu organisieren. Die eigene Motivation immer wieder zu generieren und aufrecht zu erhalten, ist darüber hinaus eine besondere Herausforderung.    

Diese Tendenz bei Auszubildenden sei bereits vor 2021 schon sichtbar gewesen, durch die Corona-Pandemie habe sich dieses Bild aber auch noch einmal deutlich verschärft, so die PraktikerInnen.

Das Projekt wird mit den verschiedenen Akteuren im Feld Ausbildung schrittweise nach effektiven und praktikablen Möglichkeiten suchen, Auszubildende (weiter) zu unterstützen. Dabei sind die Berufsbildenden Schulen, die pädagogischen Fachkräfte der AsAflex-Maß­nahmen, Ehrenamtliche aus dem VerA-Programm sowie die Betriebe weitere wichtige Akteure.

Auszuloten sind die bestmöglichen Zeitfenster und sonstigen strukturellen Bedingungen, in denen eine passgenaue Unterstützung verankert werden kann.

Dabei denken wir in drei "Strategien":


Integrierte Ansätze

Hierbei stehen die Entwicklung und die Pilotierung von Unterstützungsmaterialien im Vordergrund: Die Materialien sollen insbesondere zur Veranschaulichung von Themen, abstrakten Vorgängen oder schriftsprachlicher Hürden innerhalb des Ausbildungsalltags dienen.

Beispiele: Ein Lego-Modell veranschaulicht die Kreuz­verbandl­ösung im Maurerhandwerk, so dass die Vorgänge und Überlegungen leichter / schneller nachvollzogen werden können. In diesem Stil arbeitet das Projektteam an weiteren Veran­schau­lichungs­modellen bzw. -materialien, die dabei helfen sollen, das Durchdringen, Verstehen und Behalten zu erleichtern. Gemeinsam mit dem Kernnetzwerk sowie den Meistern in der Überbetrieblichen Lehrlings­unter­weisung sollen weitere Möglichkeiten ausgelotet werden. Interessant könnten peer-to-peer-Ansätze sein, aber auch das methodische Vorgehen des Lauten DENKENS im Ausbildungs­alltag.  

Zusätzliche Angebote

Beispiele: Geplant ist die Umsetzung eines Mathe-Crash-Kurses für Auszubildende im ersten Lehrjahr oder eine Workshop-Reihe zum Thema Lernen lernen. Diese Formate zur Unterstützung sollen ebenfalls möglichst niedrigschwellig an gegebene Strukturen angeknüpft und zeitlich praktikabel in den Ausbildungsrhythmus der Auszubildenden eingebunden werden.   

Netzwerk für Grundbildung stärken

Insgesamt sieht das Projektteam ausgehend von den zu Beginn eher bilateralen Austauschtreffen gute Möglichkeiten, auch gemeinsam in größerer Runde und im Sinne einer grund­bildungs­spezifischen Netzwerkarbeit Schnittstellen, Synergieeffekte und Unter­stützungs­­strukturen zu stärken und auszu­weiten.

Denn eines zeigt sich bereits jetzt schon sehr deutlich: Erst zusammen lassen sich so komplexe Herausforderungen meistern!