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Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung gestartet

Die im vergangenen Jahr ausgerufene Dekade zur Alphabetisierung und Grundbildung ist im Rahmen einer Eröffnungskonferenz am 28. und 29. November in Berlin offiziell in ihre Umsetzung gestartet. Bis 2026 werden zahlreiche Projekte, Einzelinitiativen und hochrangige Kooperationspartner gemeinsam an der Verringerung von funktionalem Analphabetismus arbeiten. Federführend für die Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Weitere Unterstützer und Kooperationspartner, die sich aktiv an der Umsetzung beteiligen, sind:
  • Das Kommissariat der deutschen Bischöfe,
  • der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland,
  • der Deutsche Landkreistag,
  • der Deutsche Volkshochschul-Verband,
  • das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung,
  • der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung,
  • der Deutsche Gewerkschaftsbund,
  • die Stiftung Lesen,
  • der Deutsche Städtetag,
  • der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie
  • die Bundesagentur für Arbeit.

Die Umsetzung der Dekadeziele baut auf das Papier zur Nationalen Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung in Deutschland (2012 bis 2016) auf.

"Ziel der Dekade ist es, Menschen, die nicht oder nur unzureichend lesen, schreiben und rechnen können, zur besseren beruflichen, sozialen und ökonomischen Teilhabe zu befähigen. Hierfür wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung in den nächsten zehn Jahren bis zu 180 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Bundesbildungsministerin Wanka betonte in ihrem Beitrag vor den Hauptstadtjournalisten, dass die vom BMBF geförderten Programme und Projekte auch für Flüchtlinge offen stünden. KMK-Präsidentin Kurth wies darauf hin, dass es neben dem quantitativen Ausbau an Maßnahmen für Alphabetisierung und Grundbildung auf die Umsetzung von Konzepten zur qualitativen Stärkung der Angebote ankomme." (Alphabund)

Das Projekt APAG beteiligte sich am Eröffnungsprogramm mit einem Beitrag im Fachforum "Lernangebote - optimieren, erweitern, in die Fläche tragen". Annelie Cremer stellte das in Trier etablierte Lernpatensystem vor, welches Menschen mit unzureichenden Lese- und Schreibkompetenzen in ausgewählten Trierer Stadtteilen und im Lerntreff der Stadtbibliothek Palais Walderdorff unterstützt.

Interessierte können im Nachgang das Tagungsprogramm sowie eine Übersicht zu den derzeit geförderten BMBF-Projekten hier einsehen.